Ava Zyklustracker misst Fruchtbarkeit in Echtzeit

Ava Zyklustracker: Mein Erfahrungsbericht – Teil 2

12. Januar 2018 0 comment

Keine Woche nach Bestellung war es da, das lang ersehnte Ava Armband* oder auch das “Po-Po-Band”, wie es mein Mann liebevoll nennt. Hintergrund: Der Sensor in der Mitte des Armbandes ähnelt im ersten Moment eher einem gut geformten Hinterteil, als einer sich teilenden, weiblichen Zelle 😉. Natürlich wurde mein neues digitales “Spielzeug” sofort ausprobiert. Ob meine Erwartungen erfüllt wurden und welche Erfahrungen ich über die letzten 4 Monate mit Ava gemacht habe, könnt ihr nun genauer nachlesen!

Tragekomfort & Material

Seit einigen Wochen gibt es Ava 1.2 mit verbessertem Armband. Das neue Band verfügt, im Gegensatz zum Alten (welches ich anfänglich noch getestet habe), über eine fester sitzende Schließe. Vergleichbar mit einer normalen Armbanduhr sitzt Ava nun wesentlich stabiler am Handgelenk. Die nächtlichen „Wühler“ unter euch müssen sich nun also keine Gedanken mehr darübermachen, dass ihnen das Armband bei zu viel Bewegung im Schlaf unbemerkt vom Arm rutschen könnte. Ein Nachteil, der durch das neue optimierte Armband behoben wurde.

Diejenigen von euch, die noch die ältere Bandvariante nutzen und gerne auf das neue Band upgraden möchten, können das verbesserte Ava Armband 1.2 mittlerweile für 39,95 nachbestellen (Link öffnen und ganz nach unten scrollen).

 

Ava Armband Fruchtbarkeitstracker noch mit altem Armband

Ava mit altem Armband

 

Ich musste mich nachts nicht besonders an das Band gewöhnen. Es saß wirklich von Beginn an sehr bequem am Handgelenk und war zudem auch überraschend leicht. Meine bessere Hälfte hatte allerdings eine leichte Panikattacke, als er den grün leuchtenden Ava Sensor auf der Rückseite des Armbandes bemerkte (signalisiert laufende Datenerfassung bei Hautkontakt). Mein Mann ist nämlich äußerst lichtempfindlich im Schlaf. Er überlegte sich daher sofort, wie er mich samt Ava am Handgelenk lichthermetisch abriegeln könnte. Doch gottseidank waren seine Befürchtungen alle umsonst! Solange ihr das Armband wie empfohlen eng am Handgelenk tragt, gelangt kein Lichtstrahl ins Schlafzimmer. Ich schwöre ;-)!

Ich habe ja oben schon kurz erwähnt, dass das Ava Armband wirklich sehr bequem und flexibel ist. Dies liegt natürlich vor allem daran, dass es aus Silikon besteht – ziept aber nicht an den kleinen Armhärchen 😊. Alle Komponenten des Armbands, inklusive der Beschichtungen, sind nach entsprechenden Tests als medizinisch unbedenklich und ungiftig eingestuft.

Kleines Manko: Ich habe sehr dünne Handgelenke und somit wurde die Sollstelle zwischen dem eingelassenen Sensorhalter und dem Armband stärker geknickt und damit belastet. Nach ca. 4 Monaten riss das alte Band an diesen Stellen leider ein. Sehr positiv allerdings, dass ich nach Rücksprache mit dem Service ein nigelnagelneues Armband der neuesten Generation 1.2 erstattet bekam! Das nenne ich doch mal einen fairen Deal!

 

Ava Zyklustracker

Ava mit neuem Armband 1.2

Erste Schritte

Das Schöne an diesem Zyklustracker ist, dass ihr nach Erhalt des Armbandes, unabhängig eurer Zyklusphase, direkt loslegen könnt.

Geliefert wird das Armband samt kleinem Infozettel und USB Kabel in einer kompakten, eher minimalistischen Schachtel. Viel Erklärungsbedarf für den Start ist tatsächlich nicht notwendig. Sobald ihr euch die kostenfreie Ava App heruntergeladen habt, merkt ihr schnell, wie einfach und intuitiv die Bedienung des Armbandes samt App ist.

Nachdem ihr das Armband über das mitgelieferte USB Kabel am Laptop (eher umständlich) oder mithilfe eines USB Steckers aufgeladen habt, müsst ihr nur noch euer Profil in der App anlegen. Dazu werden euch einige Fragen zu eurem Zyklus und euren Erwartungen (z.B. ob ihr euren Zyklus tracken möchtet, schwanger werden oder eine bestehende Schwangerschaft verfolgen möchtet) gestellt. Damit gebt ihr Ava die Chance, euch und eure Ziele besser kennenzulernen.

Ava Zyklusapp Ziele & Erwartungen

Ava Zyklusapp Fragen zum Zyklus

Ava Zyklusapp Dauer Periode

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einzig die Frage nach dem Geburtsdatum empfand ich für die Funktionsweise des Armbandes als überflüssig. Die Angabe des Alters in Zahlen wäre doch sicherlich auch ausreichend!

Auf die Datenerhebung und Auswertung hat die Auswahl eurer Ziele keinen Einfluss. Je nachdem für was ihr euch aber entscheidet, zeigt euch die App schöne Zusatzinformationen zu den jeweiligen Schwerpunkten an. Seid oder werdet ihr im Laufe der Nutzung z.B. schwanger, könnt ihr in der App zusätzlich euer Gewicht und die jeweilige Schwangerschaftswoche tracken und erhaltet daran orientiert, Zusatzinformationen zum Entwicklungsstatus eures ungeborenen Kindes. Wirklich ein nettes Gimmick!

Nachdem ihr euer Profil und die Grundeinstellungen komplettiert habt, könnt ihr das Armband erstmals via Bluetooth mit der App verbinden. Der Nutzung in der Nacht steht also nichts mehr im Wege!

Tägliche Nutzung & Synchronisierung

Um das tägliche Tracken nicht zu vergessen und so viele Daten wie möglich über euren Zyklus zu sammeln, empfehle ich euch, die Nutzung des Armbandes fest in eure abendlichen und morgendlichen Abläufe zu integrieren. Das Aufladen, Anlegen und Synchronisieren muss euch quasi in Leib und Seele übergehen.

Noch im Bett liegend ziehe ich das Armband jeden Morgen aus und stecke es zum Laden direkt an, denn:

  • die Batterie hält nicht besonders lange. Damit sich das Armband tagsüber nicht wieder entlädt, lasse ich es einfach den ganzen Tag angeschlossen.
  • die Synchronisierung ist leider nur im Auflademodus möglich! Das ist ziemlich nervig und definitv ein Punkt, an dem man noch schrauben könnte!

Sobald ich das Armband zum Laden angesteckt habe, synchronisiere ich App und Armband und aktualisiere die Daten. Da jede Nacht bis zu 3 Mio. Daten aufgezeichnet werden können, kann das schon einmal ein paar Sekunden dauern. Sobald die Synchronisierung abgeschlossen ist, trenne ich die Bluetooth-Verbindung und schaue mir die Auswertungen und Diagramme der Nacht genau an.

Wenn ich abends ins Bett gehe, trenne ich das Band vom USB Kabel und kontrolliere noch mal, ob es ausreichend geladen ist. Bei voller Batterie leuchtet das kleine Licht auf dem Sensor grün. Dann lege ich das Band, wie empfohlen eng an der nicht-dominanten Hand an (immer im gleichen Loch).

Leider hatte ich pro Zyklus zweimal technische Probleme bei der Synchronisierung der Daten. Einmal gelang es dem Support die Daten wiederherzustellen, die anderen Male gingen sie leider aus unbekannten Gründen verloren. Warum und wieso konnte leider nicht geklärt werden.

 

Ava Armband mit integriertem Sensor

Auswertung & Diagramme

Die Startseite der Ava App zeigt euch euren aktuellen Zyklustag, die Zyklusphase (Follikel- oder Lutealphase), euren Fruchtbarkeitsstatus (gering, hoch, maximal) sowie die Entwicklung der drei wichtigsten Parameter in der Vornacht (Ruhepuls, Hauttemperatur, Herzratenvariabilität (HRV)) an. Wie ihr an meinem Beispiel am prognostizierten Eisprungtag seht, ist das Ganze wirklich relativ übersichtlich gestaltet.

 

Startseite der Ava App mit der Prognose zum aktuellen Zyklustag und den wichtigsten Daten aus der letzten Nacht.

 

Über das Pluszeichen in der unteren Leiste habt ihr die Möglichkeit neben eurer Periode, auch viele andere körperliche (Sex, Spotting, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Übelkeit, Zerfix etc.) und psychische Beobachtungen (Laune) und Informationen einzugeben und die Ava Daten somit zu komplettieren. Dies ist eine Funktion, die mittlerweile auf Wunsch vieler Ava Nutzerinnen hinzugefügt wurde (bei Ava nimmt man Kundenfeedbacks wirklich ernst!). Auch wenn diese Zusatzinformationen keine Auswirkungen auf die Ava Auswertungen haben, bietet sie euch doch eine zusätzliche Dokumentationshilfe.

Über das Kalenderblatt in der untersten Leiste kommt ihr auf die Monatsübersicht. Diese ist zwar nicht besonders spektakulär, bietet euch aber einen schnellen Überblick, über das was kommt und das was war. Ich selbst habe diese Ansicht lediglich bei Terminplanungen verwendet, um zum Beispiel zu schauen, wann meine Periode standardmäßig einsetzt und ich dann besser keinen Frauenarzttermin oder Wellnessurlaub planen sollte 😉.

Genauigkeit der Ergebnisse

Die interessanteste Ansicht ist für mich die Verlaufsgrafik mit den einzelnen Kurven aller Parameter. Jeden Morgen habe ich mit Spannung mitverfolgt, wie sich die Parameter zur Vornacht entwickelt haben und dabei während der letzten Monate meinen Zyklus tatsächlich immer besser kennengelernt!

So ist mir zum Beispiel aufgefallen, dass meine Follikelphase um einiges länger ist als meine Luthealphase, da mein Eisprung bei einer Länge von 32-35 Tagen frühestens am 21. Tag stattfindet. Meine Temperatur steigt bei durchschnittlicher Länge von 32 Tagen schon vor 2-3 Tage vor Beginn des von Ava ausgewiesenen fruchtbaren Fensters an. Außerdem setzte mein Temperaturabfall nicht wie gewöhnlich vor Beginn der Regel, sondern meistens pünktlich mit der Menstruation ab. Da ich einen sehr leichten und unruhigen Schlaf habe, fand ich auch die Schlafkurve sehr aufschlussreich!

 

Zyklus August-September

Eisprung am 16. Tag

Zyklus September - Oktober

Ava Eisprung am 19. Tag – Ovu Eisprung am Tag 21-22

Zyklus Oktober - November

Ava Eisprung am 20. Tag – Ovu Eisprung am 22-23. Tag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um die Genauigkeit von Ava im Hinblick auf die fruchtbaren Tage zu überprüfen, habe ich kurz vor Beginn meines fruchtbaren Fensters begonnen, mit Ovus quer zu testen – sicher ist sicher! Dies war im Nachinein auch die richtige Entscheidung, da der ermittelte Eisprung laut Ava meist 2-3 Tage vor dem des Ovulationstests lag. Hätte ich also das Ziel verfolgt schneller schwanger zu werden und mich dabei rein auf Ava verlassen, so wäre der Schuss im wahrsten Sinne des Wortes wohl nach hinten losgegangen 😉. Anscheinend ist mein unregelmäßiger Zyklus (Standard 32 Tage mit Ausreißern zwischen 28 und 35 Tage) wohl zu herausfordernd für die genaue Bestimmung des fruchtbaren Fensters.

Positiv festzuhalten ist aber, dass der Ava Algorithmus durchaus bemerkt hat, dass mein Eisprung später stattfinden muss. Denn Ava verschob meinen Eisprung während des Zyklus regelmäßig um 1-2 Tage nach hinten. Es war eben nur nicht weit genug!

Service & Kundenorientierung

Bezüglich des Service und der Kundenorientierung muss ich dem Ava Team wirklich ein großes Kompliment aussprechen. In den letzten Monaten stand ich aufgrund der Synchronisierungsproblematik und der Armbandreklamation häufiger mit dem Service in Kontakt. Dieser meldete sich jedes Mal sehr schnell zurück (max. 1,5 Tage), war überaus freundlich und hilfsbereit.

Besonders positiv finde ich auch, dass man als bestehende Ava Nutzerin von allen zukünftigen Weiterentwicklungen im Rahmen der Datenaufbereitung in der App profitiert. Es ist wirklich schön zu sehen, dass man etwas gekauft hat, dass ständig verbessert und dessen Leistungsumfang kostenlos erweitert wird. In den letzten Monaten gab es bereits einige Updates im Appstore. Beinahe jedes Mal wurde ich mit zusätzlichen Informationen und Auswertungen positiv überrascht.

Kleines Manko: Allerdings bestehen hin und wieder immer noch einige grundlegende Auflösungsprobleme innerhalb der App. Texte überschneiden sich oder Darstellungen wirken etwas gequetscht. Man hat zwar schon einiges im Layout und bei der Rechtschreibung verbessert, doch etwas Nachholbedarf besteht immer noch – tut aber der Funktion des Ava Armbandes natürlich kleinen Abbruch!

Persönliches Fazit

Meine Erwartungen lagen vor allem darin, meinen schwankenden Zyklus 4 Monate nach der Fehlgeburt wieder besser einschätzen zu können. Dank Ava ist mir dies definitiv gelungen! Ich empfinde es immer noch als äußerst spannend, täglich mein Ava Armband zu synchronisieren und die Tendenzen der Parameter zur Vornacht angezeigt zu bekommen. Diese Erkenntnisse haben mir in den letzten Monaten abhanden gegangenes Vertrauen in meinen Körper bzw. Zyklus zurückgegeben. Die Ava Kurven, in Kombination mit meinen regelmäßigen Arztterminen, bestätigten mir noch einmal, dass trotz der Schwankungen, alles so funktioniert wie es sollte. Und das ist wirklich beruhigend!

Dennoch habe ich mir natürlich eine größere Übereinstimmung und Genauigkeit im Hinblick auf die Bestimmung der fruchtbaren Tage gewünscht. Schließlich hätte ich mich auch bei einem anstehenden Kinderwunsch gerne auf die Erkenntnisse von Ava verlassen. Doch nun weiß ich, dass mein Zyklus aufgrund der Schwankungen nicht dafür geeignet ist – ein fader Beigeschmack bei den rel. hohen Anschaffungskosten von 249 EUR.

Damit euch nicht dasselbe passiert, rate ich euch, die FAQs VOR Anschaffung aufmerksam durchzulesen! Dort steht beispielsweise der kleine Hinweis, dass der Algorithmus nicht für Frauen mit unregelmäßigen Zyklen, dem PCO-Syndrom, kurz nach der Geburt oder beim Stillen geeignet ist und man sich dann nicht auf die Fruchtbarkeits-Prognosen verlassen sollte. Diese wichtige Info ist mir wohl vor dem Kauf durchgerutscht 😉! Außerdem möchte ich euch mitgeben, dass es vielen von uns bei einem solch sensiblen Thema manchmal schwerfällt, überzogene Hoffnungen von realistischen Erwartungen abzugrenzen. Aber das genau ist im Falle von Ava meines Erachtens einfach notwendig!

Ava Zyklustracker Spare 20 EUR beim Kauf des Armbandes

* Bei diesem und den anderen Produktlinks in diesem Artikel handelt es sich um einen Partnerlink. Solltest Du das Produkt über einen solchen Partnerlink kaufen, erhalte ich eine kleine Provision dafür. Für Dich bedeutet dies aber natürlich keine erhöhten Kosten!

Meine Erwartungen an Ava, für euch noch einmal im Überblick:

  • Ava soll mir helfen, meinen unregelmäßigen Zyklus nach der Fehlgeburt wieder besser zu verstehen!
  • Vom regelmäßigen Tracking erhoffe ich mir mehr Sicherheit und innere Ruhe. Ein gesteigertes Vertrauen, dass mein Körper wieder so funktioniert wie früher!
  • Ava soll mir helfen, meine fruchtbaren Tage genauer zu bestimmen!

Solltet ihr jetzt erst einsteigen und bisher noch nie etwas von Ava dem Zyklus- und Fruchtbarkeitstracker gehört haben – gar kein Problem! Schaut euch einfach den ersten Teil meiner kleinen Ava Serie an und das kurze Einführungsvideo!

Video: Ava

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